Mirjam Pressler „Nathan und seine Kinder“: Adaptation und Rewriting für junge Leser


Demirkıvıran S.

Jüdische Lebenswelten im Diskurs, Leyla Çoşan,Mehmet Tahir Öncü, Editör, Logos Verlag Berlin, Berlin, ss.223-247, 2021

  • Yayın Türü: Kitapta Bölüm / Araştırma Kitabı
  • Basım Tarihi: 2021
  • Yayınevi: Logos Verlag Berlin
  • Basıldığı Şehir: Berlin
  • Sayfa Sayıları: ss.223-247
  • Editörler: Leyla Çoşan,Mehmet Tahir Öncü, Editör

Özet

Abstract (Deutsch)
Die deutsche Schriftstellerin und Übersetzerin Mirjam Pressler gilt als eine der erfolgreichsten
Kinder- und Jugendbuchautorinnen. Was sie allerdings grundsätzlich von vielen anderen Autorinnen
unterscheidet, ist ihre jüdische Herkunft, denn durch sie gelingt es ihr in ihren Werken
Kinder und Jugendliche in eine realitätsnahe jüdische Lebenswelt einzubinden. Die vorliegende
Arbeit soll insofern anhand Mirjam Presslers Roman „Nathan und seine Kinder“, der als eine
Adaptation und ein Rewriting bewertet werden soll, den kreativ-intentionalen Schaffensprozess
der Schriftstellerin veranschaulichen. Pressler selbst nennt ihr Werk eine „Variation“ zu Gotthold
Ephraim Lessings „Nathan der Weise“. Demnach soll der Fokus im Rahmen dieses Artikels auf
die Veränderungen und Bearbeitungen Presslers gelegt werden. Dabei sollen Lessings und
Presslers Autorenintentionen, die zeitliche und kulturelle Distanz beider Werke sowie Presslers
biografische Angaben berücksichtigt werden, denn die persönlichen Erfahrungswerte Presslers
finden einen bedeutenden Eingang in den Roman, sodass eine spezifische Betrachtung dieser
Aspekte unerlässlich ist. Pressler adaptiert und textet den Roman nicht nur von neuem, sondern
bindet ein neues Thema ein, mit dem sie ihren jungen Lesern eine Identifikationsmöglichkeit
geben und/oder Empathie und Mitgefühl einfordern möchte. Es soll anhand zahlreicher Textstellen
veranschaulicht werden, welche Verfahren Pressler einsetzt, um ihre Zielleser zu erreichen
und ihre Autorenintentionen umzusetzen. Auch sollen Presslers Ergänzungen aufgeführt
werden, die für die Gesamtkonzeption und Dramaturgie ihres Werkes eine erhebliche Rolle
spielen.